29. Sep - 6. Okt: “Der Daten Eden” von Tomislav Stejpanovic, Martin Wenko und Christian Streinz - September 29th, 2005

Der Daten Eden-> Paradies, Vertreibung, Hölle, Gefängnis, göttliche Nähe, Die Konvergenz des heiligen Geistes, Distanz + Nähe, Verwirrung durch Vernetzung, Beschneidung, Wahrnehmung, ... Eine interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema “Massenkommunikation”.

Eine der Intentionen ist es, das eigentliche Private bewusst ins öffentliche zu transferieren, womit in diesem Falle gemeint ist, Onlinekommunikation, die ja im Grunde ohnehin als „öffentlich“ verstanden werden sollte, in demselben Rahmen zu inszenieren. Virtuell besteht nur ein Szenario und durch die Intervention, sprich die vorgenommene Transformation durch die Künstler, entstehen aus dem vermeintlich einem, weitere Szenarien, die sich wenig kontrolliert, fast autonom, selbst inszenieren.

Das Projekt, welches die Aufgabe hat, aufzuzeigen, wie moderne Massenkommunikationsmedien dafür sorgen, dass die Konsumenten so weit beeinflusst werden, zu allem immer die gleiche Distanz zu waren. Dieser Vorgang erklärt sich ganz einfach daraus, dass die Reflexionsmöglichkeiten drastisch beschnitten, wenn nicht sogar, zur Gänze genommen werden. Durch das Aufoktroyieren der Mobilität im Feld der neuen Medien, wird sich bald die Frage nach dem Wo in der eigentlichen Realität erübrigen. Es mag sein, dass ich als Individuum einen Ortswechsel vollziehe, in dem ich einen Weg abschreite, aber nicht so in der virtuellen Realität, die nur einen solchen Ortswechsel suggeriert, wonach der Nutzer nicht spürbar eine Strecke zurücklegt, sondern an einer Stelle verschwindet und an der nächsten wieder auftaucht, wodurch er sich zwischenzeitlich, mit seiner Wahrnehmung in einem Vakuum befindet. Mit den oben genannten Reflexionsmöglichkeiten sind genau diese zu bewältigenden Strecken gemeint, oder vielleicht auch gewisse Ruhephasen zwischen dem Anwenden dieser Technologien, die diese Phasen mehr und mehr auslöschen. Zusammenfassend gesehen, wird es in Zukunft keine Strecken mehr geben. Der Zwischenraum, der zwei Punkte miteinander verbindet, wird durch die ständig zunehmende Beschleunigung, für unsere Wahrnehmung, nicht mehr auszumachen sein. Somit finden Impressionen nicht mehr genügend Fläche, um mit der eventuell nötigen Zeit, verarbeitet zu werden. Daraus resultiert eine gravierend, in unser Leben einschneidende, Desensibilisierung, die unsere subjektive Haltung und unsere Lernfähigkeit, bzw. unsere persönliche Entwicklungsfähigkeit, noch mehr als bisher, beeinträchtigen wird.

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